Donnerstag, 2. Oktober 2008

Hallo ihr Lieben,


mittlerweile bin ich schon 4 Wochen in Brasilien und es kommt mir vor, als waere ich schon Ewigkeiten hier, denn ich habe schon sooo viel erlebt. FAnge ich mal an, euch ein bisschen davon zu berichten:


1. die Familie ist immer noch sehr nett und lustig, aber ich fuehl mich noch gar nicht als Familienmitglied... hmm kommt wohl noch. Meine aeltere Gastschwester Jessica ist letzte Woche fuer ein Jahr nach Irland geflogen, dadurch wurde es noch etwas langweiliger im Haus, weil die Eltern arbeiten und die juengere Schwester Fram viel fuer die Schule machen muss. Naja, normalerweise bin ich auch immer den ganzen Tag weg, nur an freien Tagen wie heute ist es einfach nur LANGWEILIG. Wenigstens komme ich jetzt mal dazu etwas in meinem Blog zu schreiben ;)


2. das Projekt... ja da gibt es momentan einige Komplikationen. Es wurde naemlcih am 01.Okt die Organsiation von unserem Projekt gewechselt und somit ist unsere Organisation CIEDS nicht mehr fuer Poupança Jovem verantwortlich, allerdings sollen und wollen Katha und ich bei Porupança Jovem weiter arbeiten. Und jetzt wissen die noch nicht, wie sie das regeln sollen, weil wir keinen Transport nach Ribeirão das Neves mehr haben. Deswegen habe ich auch heute frei. Wahrscheinlich sollen wir an 3 Tagen die Woche nach Neves und 2 Tage zu einem anderen sozialen Projekt hier in BH (Belo Horizonte). Jedoch stehe ich diesem Vorschlag noch etwas skeptisch gegenueber, da ich die Berfuerchtung habe, dass unsere Teilnahme bei Poupança Jovem mit der Zeit immer weniger wird, denn das moechte ich auf keinen Fall. Auch wenn unsere bisherige Arbeit eher aus chillen, essen und sonnen bestand, liebe ich das Projekt. Unsere Mitarbeiter sind total nett und die Jugendlichen einfach nur klasse! Wir haben schon 3 mal bei einer Aktivitaet mit den Jugendlichen mitgemacht und es war super spassig. Sie waren total an uns und Deutschland interessiert, wir haben mit denen Funk, Créu und Samba getanzt und sogar Kuesse bekommen ;-) Momentan bereiten wir eine Praesentation ueber Deutschland und unser Leben fuer die Jugendlichen vor. Freue mich schon darauf.


Das einzige was mich ein bisschen stoert ist die lange Fahrt bis nach Neves. Jeden tag mehr als 4,5 Stunden und davon 2,5 Stunden in einem oeffentlichen, stickigen, ueberfuellten Bus, wo man denkt, dass dort keiner mehr rein passt, aber noch mindestens 10 Leute reingequetscht werden. Totzdessen ist diese Busfahrt meine Entspannung, wo ich einfach nichts machen muss und in Ruhe nachdenken kann..ach ist das schoen.


3. Freizeit Am Wochenenden geh ich meistens aus (BH soll DIE Stadt der Parties sein...) und langsam baut man sich einen Freundeskreis auf. Letztes Wochenende war ich mit Kathas Familie bei einer Geburtstag von einem 15-jaehrigen Geburtstag und das ist einer der wichtigsten Tage im Leben eines Maedchens. Schicke Location, Leute in feinen Kleidern und leckeres Essen, vor allem die Suessigkeiten!! War ganz suess. Am Samstag sind Katha und ich mit ihrer Mentorin ( mein Mentor hat sich immer noch nicht bei mir gemeldet!!)und deren Freunde in ner Disco. War ganz cool, allerdings hatten wir wir keine Ahnung wie wir genau zurueckkommen sollten, wir wussten nur wann der Bus fahrt, aber nicht wo und welche Linie. Die Hinfahrt war schon etwas verirrend...2 deutsche Maedchen nachts in einer grossen gefaehrlichen Stadt. Gott sei Dank hat uns ein Freund denn morgens zur Bushaltsstelle gefahren.


So.. und jetzt werde ich meine Sachen mal in mein neues Zimmer raeumen, bekomme naemlcih Jessicas Zimmer :)


Also, euch allen in Deutschland und sonst wo in der Welt wuensche ich alles Gute.. hab euch lieb.


bis demnaechst


Donnerstag, 11. September 2008


So, mein Freiwilligendienst in Brasilien ist jetzt gestartet, so lange darauf gewartet und jetzt bin ich schon seit einer Woche in Brasilien. Die ersten Tage waren wir 12 Jugendlichen, die am weltwaerts-Programm von AFS teilnehmen, in Rio de Janeiro und hatten ein On-arrival Camp, in dem uns die brasilianische Kultur und unsereProjektaufgaben naeher gebracht wurden. Nachmittags hatten wir noch Zeit um die Stadt etwas zu erkunden, besser gesagt den Strand (Copacabana und Ipanema). Rio de Janeiro ist eine riesige Stadt mit Extremen, reich neben arm, wunderschoen neben haesschlich. Nachts konnten wir Schiesserei aus den benachbarten Favelas hoeren, Strassenkinder versuchten uns zu beklauen, waehrend die reiche Leute mit dem Helikopter zum Shoppen fahren.

Am Montag bin ich in Belo Horzonte bei meiner Gastfamilie angekommen. Sie ist nett und bemueht sich sehr um mich. Langsam lebt man sich immer mehr in die Familie und das brasilianische Leben ein.

Heute haben Katha ( anderes Maedchen aus Deutschland, die mit mir zusammen im Projekt arbeiten wird) und ich das Buero von der Nicht-Regierungsorganisation und deren Mitarbeiter kennengelernt. Ausserdem haben wir mehr Informationen ueber das Projekt "Poupança Jovem" bekommen und es hoert sich total klasse an. Das Projekt will die Jugendlichen zu einem Schulabschluss motivieren, indem es viele Aktivaeten und Workshops anbietet. So sollen die Jugendlichen von der Strasse, Drogen und der Kriminalitaet ferngehalten werden. Wenn sie regelmaessig die Schule besuchen und an den Aktivitaeten teilnehmen, bekommen sie am Ende des Schulabschlusses Geld dafuer. Allerdings ist das Programm erst in der Anfangsphase, dennoch arbeitet das Projekt in Ribeirão das Neves schon mit 25 Schulen und insgesamt 5000 Schuelern. Der Ort hat eine der hoechsten Schulabgaenger- und Kriminalitaetsquoten von Minas Gerais. Die Jugendlichen und die Schule werde ich wahrscheinlich erst naechste Woche kennenlernen. Vielleicht werden Katha und ich aber auch Samstag schon an einem Workshop mit ihnen teilnemen. Ich hoffe es klappt, denn ich freue mich schon riesig das Projekt endlich live zu erleben.





Mittwoch, 20. August 2008

die Tage sind gezählt

Hallo ihr Lieben,
bald ist es soweit... in 2 Wochen und einem Tag werde ich mich auf den Weg nach Brasilien machen, um dort für 12 Monate in Belo Horizonte einen Freiwilligendienst leisten. Die Vorfreude ist riesig, allerdings wird mir schon etwas mulmig zumute, wenn ich daran denke, dass ich für ganze 12 Monate von meiner Familie und meinen lieben Freunden getrennt bin. Dennoch überwiegt die Freude!
Zudem habe ich eben gerade endlich meine Gastfamilie bekommen und deswegen bin ich total glücklich. Es ist zwar erst einmal nur für 3 Monate begrenzt, aber mit Option auf Verlängerung!! Meine Familie besteht aus Eltern, 2 Töchter (16 und 20 Jahre, wobei die Ältere im September für ein Jahr nach Irland geht) und 2 Hündchen. Sie hören sich total nett und lebensfroh an und ich kann mir gut vorstellen, mit denen zusammen zu leben =).
Naja, aber bis es losgeht, habe ich noch allerhand zu erledigen. Impfungen, Arzttermine, Verwandten- und Freundebesuche und so weiter. Jedoch ist der Förderkreis der größte Brocken! Ich soll 1800€ an Spenden sammeln und dies eigentlich bis morgen an AFS überweisen.... Es ist eine so zeitaufwendige und schwierige Aufgabe und zudem muss ich leider zugeben, dass ich damit zu spät angefangen habe.. naja.. es läuft trotz Zeitknappheit und mangelnder Spendenbereitschaft von Firmen etc. ganz gut. An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an meine Freunde, Verwandten und Bekannten!!!! Mit eurer Hilfe habe ich es geschafft, schon über 1100€ an Spenden zu sammeln.